Die Berufsschulstufe umfasst die letzten 3 Schulbesuchsjahre an der KKS (Klasse 10-12). Die Schülerinnen und Schüler erfüllen hier ihre Berufsschulpflicht. Die Schwerpunkte liegen stark in der Lebensplanung und der Vorbereitung auf ein möglichst eigenständiges und selbst bestimmtes nachschulisches Leben. Kurz- und Langzeitpraktika an verschiedenen Arbeitsplätzen dienen dazu, Erfahrungen zu sammeln und damit Grundlagen für die Orientierung in der Arbeitswelt zu legen.
Unsere Schülerinnen und Schüler
… sind im Prozess des Erwachsenwerdens und festigen ihre Identität.
… sind junge Erwachsene, die Verantwortung für sich selbst, in Schule und Gesellschaft nehmen.
… sind junge Erwachsene, die sich auf die Berufs- und Arbeitswelt vorbereiten.
In der Berufsschulstufe steht die individuelle Zukunftsplanung im Mittelpunkt. Unsere Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihren Stärken, Interessen und Lebenszielen auseinander und entwickeln gemeinsam mit den Lehrkräften und Eltern konkrete Vorstellungen für ihre Zukunft.
Dabei entstehen persönliche Zukunftsbilder zu Themen wie Wohnen, Arbeiten, Lernen und Freizeit. Schritt für Schritt werden realistische Ziele und Wege erarbeitet, um diese Wünsche zu verwirklichen.
So lernen die Schülerinnen und Schüler, Verantwortung für ihre Lebensgestaltung zu übernehmen und ihre eigenen Entscheidungen aktiv mitzugestalten.
Die Planung der Zeit nach der Schule ist ein zentraler Bestandteil der Berufsschulstufe. In regelmäßigen Gesprächen mit den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern werden Wünsche, Ziele und Möglichkeiten für die Zukunft besprochen.
Offenheit, gegenseitige Wertschätzung und der Blick auf die individuelle Lebenssituation stehen dabei im Mittelpunkt. Die Ergebnisse fließen in den Förderplan ein und werden in der jährlich stattfindenden Berufswegekonferenz (BWK) weitergeführt.
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Agentur für Arbeit, des Kreissozialamts, des Integrationsfachdienstes sowie den Eltern wird so der persönliche Weg in das Berufsleben vorbereitet.
Die individuelle Förderplanung in der Berufsschulstufe orientiert sich an den persönlichen Zielen und Möglichkeiten unserer Schülerinnen und Schüler. Im Mittelpunkt steht der Erwerb von Alltagskompetenzen, Selbstständigkeit und Schlüsselqualifikationen für Arbeit, Wohnen und Freizeit.
In kleinen Förder- und Leistungsgruppen werden Sprache, Deutsch und Mathematik praxisnah vermittelt und mit lebensnahen Themen wie Mobilität, Selbstversorgung und Selbstorganisation verknüpft. So werden die Jugendlichen gezielt auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben vorbereitet.
In der Berufsschulstufe der Käthe-Kollwitz-Schule lernen die Schülerinnen und Schüler Arbeit praxisnah kennen – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule.
An regelmäßigen Arbeitstagen übernehmen die Schülerinnen und Schüler verantwortungsvolle Aufgaben in verschiedenen Bereichen wie dem Wäscheservice, dem Frühstückskiosk, der Bäckerei oder der Gartenarbeit. Dabei erwerben sie wichtige Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Teamfähigkeit, Ausdauer und Selbstständigkeit.
Durch Praktika, Betriebsbesichtigungen und die Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst (IFD) und Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) erhalten die Jugendlichen Einblicke in unterschiedliche Arbeitsfelder. So können sie ihre Stärken entdecken, berufliche Interessen entwickeln und schrittweise den Übergang in das Arbeitsleben gestalten.
Wohnen In der Berufsschulstufe bereiten sich unsere Schülerinnen und Schüler auf ein möglichst selbstständiges Leben vor. Sie lernen, Verantwortung für den eigenen Alltag zu übernehmen und entwickeln wichtige Fähigkeiten in Haushaltsführung, Selbstorganisation und Mobilität. In einer Trainingswohnung werden Alltagssituationen wie Einkaufen, Kochen, Wäschepflege oder der Umgang mit Geld praxisnah erprobt. So erfahren die Jugendlichen, was es bedeutet, ein eigenes Zuhause zu gestalten – mit Geborgenheit, Eigenständigkeit und Verantwortung.
Freizeit Auch die sinnvolle und selbstbestimmte Gestaltung der Freizeit ist ein wichtiger Bestandteil der Berufsschulstufe. Unsere Schülerinnen und Schüler entdecken verschiedene Freizeitangebote, planen gemeinsame Aktivitäten und pflegen soziale Kontakte. Ob im Jugendtreff, beim Sport, auf Ausflügen oder in Arbeitsgemeinschaften – sie erleben Gemeinschaft, Integration und Freude an gemeinsamen Erlebnissen. Der verantwortungsvolle Umgang mit modernen Medien, wie dem Computer oder dem Internet, wird dabei ebenso gefördert wie Eigeninitiative und Selbstvertrauen.
In ihrer Lebensphase erleben die Schülerinnen und Schüler Nähe, Freundschaft und Liebe und lernen, respektvoll mit sich und anderen umzugehen. Sexualpädagogische Bildung unterstützt sie dabei, ihre Identität zu entwickeln, Gefühle wahrzunehmen und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. Wir vermitteln Wissen über Körper, Entwicklung, Verhütung, Schwangerschaft und unterschiedliche Partnerschaftsformen.
Ziel ist es, die Jugendlichen in ihrer Selbstwahrnehmung zu stärken, Gefühle wahrzunehmen und sich auf respektvolle, selbstbestimmte Beziehungen vorzubereiten – immer in Zusammenarbeit mit den Eltern.
In der Berufsschulstufe lernen die Schülerinnen und Schüler, sich selbstständig in der Öffentlichkeit zu bewegen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Sie entdecken öffentliche Einrichtungen, Behörden, Freizeit- und Kulturangebote sowie Sportvereine und lernen deren Nutzung im Alltag.
Ziel ist es, Mobilität, Orientierung, den Umgang mit Geld, Ausweisen und Automaten sowie angemessenes Verhalten in der Öffentlichkeit zu trainieren. So werden die Jugendlichen befähigt, ihre Bedürfnisse und Interessen selbstständig wahrzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und Teilhabe am sozialen, kulturellen und politischen Leben zu erfahren.